18 | 12 | 2017
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Bericht Nachholspiel D-Jugend

 

Gelernt aus Loffenau: 3:1-Sieg gegen die Spvgg Stetten/Filder

Loffenau? Abhaken, schütteln und die Fehler korrigieren. Die Spielvereinigung Stetten/Filder sollte erleben, dass Plieningen aus Loffenau gelernt hatte: Kein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, keine Querschläger und kein Stellungsfehler bei Eckbällen. Dazu kam auch noch die erste positive Meldung aus dem KV-Krankenlager: Richard war wieder dabei und hatte sogar eine Trainingseinheit am Vortag ohne Schmerzen an der Sehne absolvieren können. Dafür war Julian am ersten Tag nach drei Tagen Magen-Darm-Infekt noch ein recht unsicherer Kandidat, Patrik plagte eine leichte Sehnenzerrung und Michi hatte nach dem finalen Pferdekuss in Loffenau auch erst am Vortag wieder humpelfrei ins Training zurück gefunden.

Für beide Mannschaften war die Ausgangslage klar: Das Spiel musste gewonnen werden. Stetten/Filder hatte vier Punkte auf dem Konto und belegte Platz acht in der Tabelle. Ein Sieg gegen Plieningen auf Platz neun mit nur einem Punkt und Stetten hätte den Abstieg aus der Kreisleistungsklasse ad acta legen können. Für den KV war die Lage noch ein wenig schlimmer: Nach vier Spielen nur der vorletzte Tabellenplatz. Da nutzte es leider gar nichts, dass der KV in allen vier Spielen zur Halbzeit geführt hatte. Am Ende fielen eben doch noch genug Tore, für ein Unentschieden und drei Niederlagen in Folge. Der Sieg gegen Stetten war ein „Muss“!

Platzwahl gewonnen, Sonne und Wind im Rücken, der KV legte wie in allen bisherigen Spielen der Kreisleistungsklasse gewohnt aggressiv nach vorne los. Anton und Matteo störten früh, Paul konnte seine Schnelligkeit bei den Gegenstößen der Stettener immer wieder unter Beweis stellen. Und dann war hinten natürlich auch noch Nils. Der hatte zuvor beim Warm-Spielen einen Ball schmerzhaft ins Gesicht bekommen, das linke Auge war rot unterlaufen und der Kopf brummte. Das wird man wohl in Zukunft bei ihm vor jedem Spiel machen, denn besser kann man kaum spielen als Nils das in der ersten Halbzeit machte. Rauslaufen, 1:1-Situation, Schüsse aus der Distanz oder aus dem Strafraum aufs Tor: Nils ließ hinten nichts anbrennen und klaubte jeden Ball sicher aus der Luft.

Und kaum hatte er den Ball wieder irgendwo aus Getümmel oder als Fernschuss abgefangen, ging es ganz schnell nach vorne. So in der sechsten Minute, als Sam ein Torabspiel in der Stettener Hälfte aufnehmen konnte, sich am Strafraum entlang dribbelte und dann nach innen zog. Leandro und Alexis waren mit nach vorne gestürmt und schirmten Sam gegen einen Teil der Verteidigung ab. Den Rest umspielte Sam, zog bis kurz vors Tor und netzte dann mit links ein. 1:0. Ein erneut von Nils gefangener weiter Ball, ein Abstoß aus der Hand bis tief in des Gegners Hälfte und Sam brauchte nur noch seinen Begleitschutz aus Stettener Abwehrspielern überrennen. Am herausstürmenden Torwart scheiterte er zwar im ersten Anlauf, den Abpraller aber schob er zum 2:0 für Plieningen ein.

2:0 zur Halbzeit, ging jetzt wieder das Zittern los? Der konditionelle und moralische Einbruch nach einem Gegentor – wie in den vier Spielen davor? Der KV ging es vorsichtiger an: Sam zog sich mehr ins Mittelfeld und auch in die Abwehr zurück, der Druck nach vorne musste den gelegentlichen Kontern vorbehalten bleiben. Paul, Anton, Matteo, Michi, Julian und Patrik arbeiteten weiterhin bevorzugt nach hinten, ein Gegentor sollte auf jeden Fall verhindert werden – bis zur 48.Minute erfolgreich.

Kurz davor hätten erst Leandro mit einem im letzten Moment geblockten Schuss aufs Tor und Richard, der den anschließenden Eckball mit einem sehenswerten Kopfball knapp über das Tor setzte, den Sack zu machen können. So aber fingen die Stettener einen Konter geschickt ab und ließen sich auch durch zweimalige Störversuche nicht am 1:2 hindern.

Begann jetzt wieder das große Zittern mit weiteren Toren und der Niederlage? Nein: Dieses Mal nicht. Richard stand hinten weiter sicher vor der letzten Verteidigungsreihe und setzte sogar noch Akzente nach vorne, Julian, Patrik, Michi und auch Alexis konnten zwischenzeitlich eine konditionell bedingte Auszeit nehmen, wurden vorübergehend ausgewechselt, um dann gleich wieder eingreifen zu können, wenn die verbliebenen Kräfte in den Knochen wieder gesammelt worden waren.

Und dann war es erneut Alexis, der einen Konter des KV Plieningen in der 53.Minute erfolgreich abschließen konnte. Das dritte Plieninger Tor war eine Kopie des ersten, nur dass dieses Mal Alexis den letzten Fuß dran hatte und zum 3:1 einschieben konnte.

Spiel gelaufen? Mitnichten! Der Schiedsrichter machte das Spiel noch einmal spannend und wollte einen Übertritt bei Nils gesehen haben. Der wirft zwar beim Abschlag aus der Hand seinen Ball immer weit vor Übertreten der Linie in die Luft, das sah in diesem Fall der Schiedsrichter aber anders. Freistoß an der Strafraumgrenze vier Minuten vor dem Ende. Erster Versuch verschossen, doch der Schiedsrichter ließ wiederholen. Er habe den Ball noch nicht freigegeben. Zum Glück ging auch der zweite Versuch der Stettener über das Tor. Mit Wind und mit der tief stehenden Sonne im Rücken wäre da durchaus mehr drin gewesen. Und auch die nächsten Minuten bis zum Schluss waren keineswegs ein Kinderspiel für den KV: Zunächst erwischte es Sam, der verletzt vom Platz humpelte, kurz danach Alexis, der sich bei einem seiner vielen Zwei- und Dreikämpfe mit seinen Verteidigern den Knöchel verletzte. Den Stettenern aber gelang es nicht mehr, die Plieninger Verteidigung aufzubrechen.

Es blieb beim 3:1 und dem ersten Sieg des Jahrgangs 2002 in der Kreisleistungsklasse. Jetzt muss am nächsten Spieltag gegen Mühlhausen unbedingt der zweite Sieg her, um die Klasse halten zu können.  

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