15 | 11 | 2018
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SV Hoffeld - KV Plieningen 5:5

 

Nachdem der Rückrundenauftakt bei Oonia noch gründlich schief gegangen war, zeigte der KV zuletzt beim TSV Heumaden aufsteigende Tendenz. Ein erneuter wetterbedingter Ausfall brachte somit nun den dritten Auswärtsauftritt in Folge, beim Nachbarn SV Hoffeld. Hier sollte der nächste Schritt zu einer besseren Auswärtsbilanz gemacht werden.

Wie beschreibt man so ein Spiel, das frage ich mich nun schon seit dem Abpfiff an der hohen Eiche? Singt man ein Loblied auf die zweifellos tolle Moral des Teams, die letztlich mit dem „ultra-späten“ Ausgleich belohnt wurde? Oder schildert man hauptsächlich die vielen Dinge die schief gelaufen waren, daß dieser Spielverlauf überhaupt möglich wurde? Zunächst einmal muss man festhalten, daß der SV Hoffeld von Beginn an alles reinwarf, in diese Partie. Aber wenn jeder zweite lang geschlagene Ball brandgefährlich wird und der Gegner nach Einwürfen, ohne das ein weiterer Spieler den Ball berührt, drei mal alleine vor dem Tor auftaucht, dann läuft wohl was gewaltig falsch. So war dann auch ein 0:2 nach acht Minuten irgendwie nicht überraschend. Aber auch auf der Gegenseite fielen „Eiertore“ und so war der KV Plieningen bis zur Halbzeit, nach Treffern von Kaled Ben Salem und Lino Missel mit 2:4 in Rückstand.

Im zweiten Durchgang zeigte das Team von Gregy Dimoulatos endlich die erwartete Dominanz. Allerdings wurden häufig vielversprechende Aktionen durch Eigensinn oder die falsche Entscheidung zunichte gemacht. Exemplarisch dafür die Situation zum 2:5, die vermeintliche Entscheidung. Der KV Plieningen hat überzahl im Angriff, spielt es aber nicht aus, sondern rennt sich fest und kassiert den Konter. Das die Mannschaft aber an einem solch gebrauchten Tag auch danach nicht aufsteckte und das obwohl sie die letzten 15 Minuten verletzungsbedingt nur noch zu zehnt war, muss genauso gewürdigt werden. Wollte davor der Ball selbst bei einem Freistoss aus drei Metern Entfernung nicht ins Netz, machte Gogo Kalpakidis es in der 85. Minute aus elf Metern besser und damit den Anfang zu einer denkwürdigen Aufholjagd. Nach einer Ampelkarte für den Gastgeber traf Adi Münzenmay bereits in der Nachspielzeit zum Anschluss. Dann die letzte Aktion des Spiels, bereits weit in der Nachspielzeit. Der KV spielt den Ball ruhig und flach über rechts, anstatt ihn hoch nach vorne zu schlagen. Gogo Kalpakidis wird im Strafraum freigespielt und umgesenst. Selten gab es einen klareren Elfmeter. Der Gefoulte behielt souverän die Nerven und der Schiedsrichter pfiff nicht mehr an.   

Hut ab vor dem Team, sich an so einem Tag nochmal gemeinsam so gegen die Niederlage zu stemmen. Hut ab aber auch vor dem SV Hoffeld, der ein starkes Spiel machte und dafür drei Punkte verdient gehabt hätte. Die ordentliche zweite Halbzeit und die starke Moral gilt es für den KV nun mitzunehmen. Die 80 Minuten davor liefern aber auch genug Gesprächsstoff für Trainer und Team in dieser Woche. hd